Jahresvorschau 2024

Das Jahr 2024 wirft seine Schatten voraus. Ich stecke aktuell mitten in den Vorbereitungen für mehrere Veranstaltungen. Bereits im März haben wir die Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte anlässlich ihres zweiten GfBM-Studientags in Augsburg zu Gast. Das Programm für diese spannende Veranstaltung steht bereits online. Wir freuen uns sehr über Teilnehmer*innen aus allen Richtungen.

Die größte Veranstaltung, die ich dieses Jahr zu organisieren habe, ist aber zweifellos die dreitägige Konferenz „Musik–Stadt–Augsburg“, die vom 18.–20. September 2024 stattfinden wird. Der Call for Papers läuft hier noch bis zum 31. Januar 2024. Die Tagung ist nicht nur eine Abschiedsveranstaltung anlässlich der Pensionierung meines Doktorvaters, Franz Körndle, sondern auch eine wichtige Bestandsaufnahme zur Augsburger Regionalmusikforschung.

Wie jedes Jahr organisiere ich auch 2024 wieder die Akademie bei den Singer Pur-Tagen am Adlersberg, die heuer vom 02.–04. August stattfinden und sich der Begegnung von Renaissancemusik und romantischer Chorliteratur widmen. Zu den zwei Workshops, die im Juni und September zusätzlich angedacht sind, gibt es an dieser Stelle bald nähere Informationen. Es wird nicht langweilig.

Tagung: „Das italienische Madrigal“

Vom 16. bis zum 18. März 2022 findet im Münchner Orff-Zentrum eine Tagung zu Alfred Einsteins Alfred Einsteins „Versuch einer Geschichte der italienischen Profan-Musik im 16. Jahrhundert“ statt. Ausgangspunkt der Konferenz, die ich gemeinsam mit Sebastian Bolz und Katelijne Schiltz organisieren darf, stellt Sebastians Wiederentdeckung der deutschen Erstfassung von Einsteins Buch dar. Ich selbst werde mich der Konferenz gemeinsam mit Ben Ory mit dem Einfluss von Einsteins Exilerfahrungen auf sein Nachdenken über die Musik der Frühen Neuzeit beschäftigen.

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Festschrift Mauser: Pressespiegel

Die Festschrift für den verurteilten Straftäter Siegfried Mauser wird im Moment inner- und außerhalb der Musikwissenschaft heftig diskutiert. Ich will mich an dieser Stelle – obwohl ich zu den Vorgängen eine sehr kritische Meinung vertrete – zunächst nicht inhaltlich äußern, sondern erst einmal die bisherigen öffentlichen Reaktionen sammeln. Für Hinweise zu weiteren Artikeln bin ich natürlich sehr dankbar.

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Musikwissenschaft und Öffentlichkeit

Am 27. September 2017 fand im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) in Kassel eine Podiumsdiskussion zum Thema „Musikwissenschaft und Öffentlichkeit“ statt, die ich gemeinsam mit Ina Knoth (Universität Hamburg) und Sean Prieske (HU-Berlin) organisiert habe. Die DiskutantInnen waren Silke Leopold (Universität Heidelberg), Johannes Theurer (Radio Berlin-Brandenburg), Magdalene Melchers (freie Kulturjournalistin), Frank Kämpfer (Deutschlandfunk), Michael Schmidt (Bayerischer Rundfunk). Der Mitschnitt der Veranstaltung steht nun online.

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Die Stimmbücher der Bayerischen Staatsbibliothek

Im März 2018 fand an der Bayerischen Staatsbibliothek in München eine kleine aber feine Tagung statt, die sich mit den handschriftlichen Stimmbüchern und Tabulaturhandschriften der Sammlung beschäftigte. Nähere Informationen zum Programm der Tagung finden Sie auf: https://www.etlichliedlein.de. Die Konferenz stellte den Schlusspunkt der umfangreichen Digitalisierungsprojekte an der BSB dar: Alle Münchner Musikalien des 16. Jahrhunderts sind nun in hochauflösenden Scans global und kostenfrei zugänglich.

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Frische deutsche Liedlein

Letzte Woche konnte ich (endlich) die Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg besuchen. Im Rahmen der Arbeit am Verzeichnis deutscher Musikfrühdrucke wollte ich unter anderem die dritte Auflage von Georg Forsters Frischen Deutschen Liedlein aus dem Jahr 1549 genauer unter die Lupe nehmen (vdm 1130). Laut RISM wird im Museum ein Tenorstimmbuch dieser Ausgabe aufbewahrt. Auf der Titelseite war erst einmal alles wie erwartet: Sie entsprach bis ins kleinste Detail dem, was meine Kollegen in der British Library in London transkribiert hatten (Hier der Link zum Londoner Digitalisat). Das Kolophon jedoch trug die Jahreszahl 1551 und auch die Widmungsvorrede war anders als das Londoner Exemplar datiert, und zwar auf das Jahr 1551.

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